Corona
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Corona-Verordnung: Was gilt für das Handwerk?

Für das Handwerk ergeben sich aus der geänderten Verordnung vom 8. Oktober keine relevanten Änderungen

Am 8. Oktober 2021 ist eineangepasste Niedersächsische Corona-Verordnung in Kraft getreten. Für das Handwerk ergeben sich keine Änderungen.

Es gilt weiterhin das angepasste Warnstufensystem, bei dem die „Hospitalisierung“ (Neuaufnahmen) als Leitindikator fungiert. Außerdem wurden für Unternehmen die Möglichkeiten erweitert, die 2G-Regel unabhängig von den Warnstufen anzuwenden. In einigen Bereichen (u. a. Innengastronomie) wird ab Warnstufe 2 bzw. 3 die 2G-Regel verpflichtend.

Warnstufensystem

Überschreitet der Leitindikator „Hospitalisierung“ zusammen mit einem weiteren Indikator (Inzidenz oder Intensivbettenbelegung) die entsprechenden Schwellenwerte an fünf Werktagen, wird die jeweilige Warnstufe per Allgemeinverfügung festgestellt, die dann am übernächsten Tag gilt. Die Aufhebung einer Warnstufe erfolgt nach dem gleichen Prinzip (5 Werktage), sofern zwei Indikatoren unterschritten werden. 

Personen, die in den letzten sieben Tage wegen Corona neu in ein Krankenhaus aufgenommenen wurden je 100.000 Einwohner.
Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen bezogen auf einen Landkreis bzw. eine kreisfreie Stadt (bisherige Inzidenzzahl).
Prozentanteil der mit COVID-Erkrankten belegten Intensivbetten an der gesamten Intensivbetten-Kapazität des Landes.


3-G-Regel

Die 3-G-Regelung besagt, dass der Zutritt zu zahlreichen Einrichtungen (u. a. körpernahe Dienstleistungen mit Ausnahme medizinisch notwendiger Dienstleistungen) und Veranstaltungen nur noch mit einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder einem negativen Test zulässig ist. Die Regelung greift grundsätzlich erst, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Warnstufe 1 oder die Inzidenz von 50 überschritten und per Allgemeinverfügung festgestellt wurde. Davon abweichend gilt die 3G-Regel für bestimmte Einrichtungen und Bereiche (u. a. Heime und Einrichtungen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Diskotheken) unabhängig von der Geltung einer Warnstufen oder Inzidenz.



2-G-Regel auf freiwilliger Basis

Außerdem wurden für Unternehmen die Möglichkeiten erweitert, die 2-G-Regel unabhängig von einer Warnstufe, also auf freiwilliger Basis, anzuwenden. Bei Anwendung der 2-G-Regel entfallen Maskenpflicht und Abstandsgebot auch in den Innenräumen sowohl für Gäste bzw. Kund*innen als auch für die Beschäftigten. Die Kontaktdatenerhebung bleibt weiterhin bestehen.

2-G bedeutet, dass der Zutritt und die Inanspruchnahme von Leistungen nur für geimpfte und genesene Personen sowie Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre möglich ist. Personen, die sich nicht impfen lassen dürfen (medizinische Kontraindikation, Personen in klinischen Studien), müssen dann einen negativen Test und ein ärztliches Attest vorlegen. Allen anderen Personen darf bei einer 2-G-Regelung kein Zutritt gewährt werden.

Dienstleistende Personen, die keinen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen, dürfen nur dann in diesen Einrichtungen bzw. Veranstaltungen tätig sein, wenn sie täglich einen negativen Schnelltest vorlegen und mindestens eine FFP2-Maske tragen, sofern sie regelmäßig den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen unterschreiten.

Regelungen in einzelnen Bereichen

Welche Regelungen gelten konkret für Friseur- und Kosmetikbetriebe? Wie sieht es mit der Gastronomie und dem Einzelhandel aus? Nähere Informationen zu den Corona-Regeln in den jeweiligen Bereichen finden Sie in unseren FAQs.



Erweiterte Regelungen

Landkreise und kreisfreie Städte können weitergehende Maßnahmen anordnen, um das Infektionsgeschehen zu begrenzen. Die Maßnahmen werden durch die Kommunen im Rahmen von Allgemeinverfügungen bekannt gegeben.




Fragen?

Bei Fragen zur Corona-Verordnung stehen Ihnen unsere Berater*innen unterstützend zur Seite. Sie erreichen uns per Mail unter corona@hwk-bls.de oder telefonisch:

Braunschweig

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Lüneburg

Tel. 04131 712-288

Stade

Tel. 04141 6062-13

 Bitte beachten Sie auch die FAQs und Infografiken/Hinweisschilder auf www.niedersachsen.de.