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Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Regelungen zur Aussetzung gelten bis Ende April. Wird zu spät gehandelt, droht die Gefahr der Insolvenzverschleppung.

Hinweis

Die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen, ist noch bis zum 30. April 2021 ausgesetzt. Allerdings nur, wenn das Unternehmen die bestimmten Voraussetzungen erfüllt. Ist das nicht gegeben, setzt die Antragspflicht unmittelbar (und nicht erst am 1. Mai) wieder ein. Wird zu spät gehandelt, droht die Gefahr der Insolvenzverschleppung.

 Für weitere Fragen steht Ihnen die Betriebsberatung der Handwerkskammer unterstützend zur Seite.

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Amtliche Vordrucke zum Themengebiet Insolvenzrecht

Informationen zum Krisenmanagement



Um die Folgen der Pandemie auf die Wirtschaft weiter abzufedern, wurden die Regelungen zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht um drei weitere Monate verlängert. Demnach wird die Insolvenzantragspflicht für Geschäftsleiter*innen von Unternehmen bis zum 30. April 2021 ausgesetzt, sofern die Krise pandemiebedingt entstanden ist und ein Anspruch auf Auszahlung der Hilfen besteht.

Die Verlängerung soll Schuldnerinnen und Schuldnern zugutekommen, die grundsätzlich einen Anspruch auf finanzielle Hilfen aus den Corona-Hilfsprogrammen haben, aber noch auf die Auszahlung warten.  Grundsätzlich gilt, dass die Hilfen bis zum 28. Februar 2021 beantragt werden müssen und die erlangbare Hilfeleistung zur Beseitigung der Insolvenzreife geeignet ist. Auf die Antragstellung kommt es jedoch ausnahmsweise nicht an, wenn eine Beantragung der Hilfen aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen bis zum 28. Februar 2021 nicht möglich ist. In diesen Fällen soll auf die Antragsberechtigung abgestellt werden.

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Mitteilung der Bundesregierung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht